Das Foto zeigt sechs Männer, die lächelnd nebeneinander stehen. Eine Person trägt eine Torte.
  • Shared RDM
  • Cluster Forschung+Daten

Große Ereignisse erfordern große Torten!

Große Ereignisse erfordern große Torten!

Fast ein Jahr lang hat das DAMAP-Team die neuen Features und Verbesserungen der Version 5.0 geplant und umgesetzt. Letzte Woche wurde die Fertigstellung mit einer festlichen Überraschungstorte gefeiert.

DAMAP als Shared Service

Was gibt es zu feiern? Das primäre Ziel der neuen Version, DAMAP als Shared Service anbieten zu können, wurde erreicht! Das bedeutet, dass DAMAP zusätzlich zur bisherigen Verwendung in institutionseigenen lokalen Instanzen jetzt auch als Cloud-Lösung für mehrere Universitäten betrieben werden kann. Dafür wurde die rein technische Konfiguration, wie etwa die Infrastrukturanbindung, Sicherheitsparameter und Updates, klar von den nicht-technischen Anpassungen (Corporate-Design, Formulierungen, einrichtungsspezifische Inhalte) getrennt. Letzteres kann nun problemlos direkt von den Data Stewards der jeweiligen Einrichtung durchgeführt werden, ohne dass die IT-Abteilung hinzugezogen werden muss. Im Vergleich zu einer Lösung mit mehreren Einzelinstanzen vereinfacht sich beim Shared Service in der Cloud der operative Betrieb, da Updates, Sicherheits-Patches und Wartungsarbeiten zentral für alle nutzenden Einrichtungen durchgeführt werden können, was den Gesamtaufwand und damit auch die Kosten deutlich senkt.

Die Entwicklungen im Detail

  • DAMAP lässt sich nun einfacher in die Single-Sign-On-Systeme (SSO) von Universitäten integrieren. Dies schließt föderierte Identitätsinfrastrukturen ein, wie sie beispielsweise in der European Open Science Cloud (EOSC) zum Einsatz kommen. DAMAP ist somit jetzt auch EOSC-tauglich.
  • Außerdem erkennt es anhand der SSO-Anmeldung, welcher Einrichtung die Nutzer_innen angehören, und leitet sie direkt zur richtigen Datenbank weiter. Zur Erläuterung: Die unterschiedlichen Einrichtungen verwenden in der Cloud zwar dieselbe Instanz, bekommen aus Datenschutzgründen aber jeweils eigene Datenbanken zugewiesen und können natürlich nur die DMPs ihrer eigenen Universität sehen.
  • Es wurde ein DAMAP-Helm-Chart entwickelt, damit DAMAP nicht nur als Container, sondern auch auf Kubernetes in der Cloud genutzt werden kann.
  • Der Installationsprozess wurde verständlicher gestaltet, um die On-Premise-Installation zu erleichtern. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung im Reference Manual ist die Einrichtung kinderleicht.
  • DAMAP wurde so erweitert, dass uni-spezifische Anpassungen direkt in der Admin-Ansicht der Benutzeroberfläche vorgenommen werden können. Die Anpassungen werden automatisch migriert, sind übersichtlicher dargestellt und erfordern keine IT-Kenntnisse. Angepasst werden können Farben, Bilder, Repository-Empfehlungen, DMP-Templates, bestimmte Texte und Übersetzungen.
  • DAMAP ist jetzt sowohl mit der RDA Common maDMP API als auch mit dem OSTrails Application Profile kompatibel. Was dahintersteckt, wird hier im Blogpost genauer beschrieben. Die API-Implementierung wurde auch genutzt, um eine Verbindung zu einem neuen Evaluation-Service herzustellen.
  • Und natürlich gab es auch diesmal einige Bug-Fixes und Verbesserungen der Nutzerfreundlichkeit. Details dazu finden Sie in den Release Notes.

Nächste Schritte

Nachdem die technischen Voraussetzungen für DAMAP als Shared-Service erfüllt sind, werden als nächstes die organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Randbedingungen fixiert. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gang. 

Und die Torte?

Das Rezept ist geheim, aber so viel können wir sagen: Es war eine perfekte Kombination aus Ameisenkuchen, Panna Cotta und Erdbeeren – frisch und fruchtig. Eine runde Sache zum Teilen, genau wie DAMAP.